Sonne der Gerechtigkeit

Das Ergebnis der Volksabstimmung zu Stuggart 21 beschäftigt die Gemüter noch immer zeigte es doch einen Kommentar von Heiner Geisler, der einer Raumordnungsvorstellung von 1977 anhängt, daß man vom Hauptbahnhof in Mannhein in einer Linie den Bahnhof in Ulm erreichen kann oder in einem Gleisdreieck den Hauptbahnhof in Stuttgart einbeziehen kann, danach liegen die Gleise in Stuttgart dem Gelände angepasst, man hat zu bauen begonnen wobei in Mannheim im Jungbusch ein Gewerbegebiet fallen mußte und man ist wohl angekommen, von Stuttgart fährt man über Wendlingen nach Geislingen und dann nach Ulm, von Aalen bis Heidenheim und Ulm gerade eingleisig. Der Nachteil der Methode die Streckenendpunkte mit dem Lineal zu verbinden liegt darin, daß die Topografie dem Wasser und dem Abtrag der Gesteinsschichten folgt, es geht umso schneller wenn Berg und Tal ausgenutzt werden und die geringstmögliche Steigung erreicht wird und trotzdem eine so gerade Strecke erreicht wird, die ein Minimum an Erdarbeiten erfordert, es geht dann am schnellsten.

Historische Beispiele sind die Haydarpasa-Bagdadbahn, die von der Deutschen Bank als Aktiengesellschaft finanziert tatsächlich gebaut wurde, allerdings mit Lokomotiven von Henschel, die Material gerade so weit bringen konnte, wie der Gleisstrang verlegt war, irgendwann hatte man das Interesse an der Orientbahn verloren, es sollte von Paris bis Istanbul gehen, und das Gleisstück war Göppingen Athen, ein Teilstück war dann im Balkankrieg 1992 fast zehn Jahre ohne Benutzung bis die Dieselloks aus Sarajevo wieder in Betrieb genommen bis Novi Sad gelangten, die Dieselloks hatte man eingemottet.

Es sind keine Glanzpunkte der Eisenbahngeschichte.

Beispiel die Sibirische Eisenbahn, die von Gulagarbeitern gebaut wurde hatte in der Tundra keinen Fundamente, es ist der Dauerfrostboden oder der bodenlosen Tundra eigen, nie Festigkeit zu geben, man kann nicht Gleise über den Dauerfrostboden mit Schnee oder über einen Sumpf legen, irgendwie wurde doch noch eine Route gefunden, für die Zwangsarbeiter kann der Verlust mit Millionen von Toten angenommen werden, ich hatte hierzu die Ausgabe von Doktor Schiwago und Solshenizyn Archipel Gulag vorgelegt, es geht darin literarisch um Semidokumentationen jedoch auch um Eisenbahngeschichte.

Nun wollte man mit Stuttgart fortfahren, der Hauptbahnhof wurde von 1914 bis 1929 gebaut als man Pferdefuhrwerke benutzte, man Verdun fuhr man von Tübingen aus und kam nie in Paris an, man hatte dann die ewig langen Schnellzugstrecken in der Champagne.

Das Ergebnis der Volksabstimmung war von 44 Wahlbezirken sind einer dafür und danach sieben dagegen und diese liegen an der Strecke Basel, Offenburg, Karlsruhe, Mannheim und somit an der ICE Linie Basel-Frankfurt, sie wollen nicht für Stuttgart und seine Verkehrsmisere aufkommen, ein Badener kann von Basel über Freiburg zum Flughafen in Frankfurt fahren, von Stuttgart auch über Mannheim-Flughafen.

Die Bahn ließ nun die Champagnerkorken in Berlin im Hauptbahnhof von Gerkan und Partner knallen, sie dachten einst auch, sie brauchen die ICE Strecke zum Studio der ARD in Hamburg, tatsächlich glaubte dies nur noch Tanja Gönner, die von Echterdingen für drei Stunden ins Hotel in Hamburg und zur Talkshow bei Beckmann jettete, das Flugzeug war schneller als die Bahn, zur Erholung bleibt Sigmaringen und die Zollernbahn.

Nun wir haben zwar die Volksabstimmung aber die Rheinschiene ist geschlossen dagegen, es tut sich der Spätzlesgraben auf. Baden ist dagegen unter Verweis auf die Badenerfrage und die Landesverfassung, die nur nach der Fusion von Baden und Württemberg unter historischer Folge der Königreiche Baden und Württemberg und nach dem Krieg der französischen Zone südlich der Autobahn Stuttgart-Ulm und der amerikanischen nördlich der Tübinger Berge. 

Nach der Abstimmung als mit Baden und Württemberg eine Landesverfassung gefunden wurde dachte man die Baden und Württembergfrage sei nebensächlich, nun als man unter Berufung auf Artikel 60 nach vierzig Jahren wieder ein Referendum wagt, kommt heraus, nur Stuttgart selbst sowie das weite und bergige Land mit geringen Bahnfrequenzen ist für Stuttgart 21 und Baden mit Freiburg bei 66 %, Karlsruhe mit dem Bundesverfassungsgericht ist mit 53 % dageben, Mannheim und Heidelberg mit einer Mehrheit dagegen, danach jedoch von 44 Landkreisen minus sieben sind 36 dafür verbunden mit wackeligen Gleisen, es  rumpelt meist so, daß einem fast schlecht wird.

Nun das Ergebnis heißt, man darf bauen, das Ergebnis bedeutet, Baden und Württemberg sind gespalten, man weiß leider nicht, wohin man will.

Budgetvorschlag war Kattowitz-Konstanz mit einem Neoplanbus im Rundverkehr, es war der erste Kandidat dafür, auf der Autobahnauffahrt bei Leipzig umzukippen, wer wollte schon gratis nach Kattowitz und auf dem Döbele umdrehen, Fernverkehr ist günstig für Stuttgart-Bukarest 50,– € und wie bekannt hatte sich Omnibus Schuster gegen die Verwendung eines Altbusses Pristina- Kosovo nach München, der bei Wiener Neustadt einen Auffahrunfall hatte gewehrt, Omnibusfernverkehr ohne die Lackierung zu wechseln sollte ihn entschuldigen, er war ja nur der Verkäufer. 

Nun konnten sieben Millionen Bürger abstimmen wie sie Stuttgart 21 sehen, es war nicht deutlich denn über Baden lacht die Sonne und über Stuttgart die ganze Welt.

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