Noch einige Bemerkungen zu Martin Walser. Mir sind in einer Tübinger Buchhandlung seine Tagebücher 1962 in die Hände gefallen. Seine bemerkenswerte künstlerische Produktivität spannt sich seit 1962, wobei ihm im Jahr 1928 in Wasserburg am Bodensee bei Lindau geboren die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Katholizismus nahe lag, es deuten das frühe Stück Eiche und Angora daraufhin wie jemand im Zeitalter des Wirtschaftswunders als Vertreter der vulgarisierten Erziehungsideale abgehängt wird wenn sich die Rigidität nicht mit der Flexibilität und Wendigkeit vereinbaren lässt. Er berichtet aus Frankfurt und London zunächst als Radiojournalist wie die Kunstform von Arno Schmid andeutet sind Radiosendungen und Features Doppelwesen wenn sie durch Karteikarten vorbereitet und danach gesprochen on Air und ohne Aufzeichnung genommen die Kultursendungen waren, später gab es Bandaufzeichnungen und Transkripte daraus, die sich wiederum dem gesprochenen Wort als Text annähern, dieses ist immer noch die Wortkategorie aus dem amerikanischen Radiofeature.
Walser schrieb dann die Anselm Kristlein Trilogie Das Einhorn und der Sturz über 1968 in Biberach und es war die erste Begegnung die Rede zur Verleihung der Ehrendoktorwürde am 31. Januar 1983 im Audimax der Universität Konstanz, die als Druck im Universitätsverlag vorliegt, hier wiederum ausgehend vom Manuskript Annäherungen an Goethe nach der gesprochenen Rede das verbesserte Manuskript für den Druck aufbereitet und danach der Roman „Der liebende Mann“ über Goethes Aufenthalt in Karlsbad und dessen Annäherung an Ulrike, ungeachtet dessen vielfältige Briefwechsel zu Verwaltungsangelegenheiten, Goethe war reich und im Dienste eines armen Staates, der ihm viele Freiheiten ließ, nicht zuletzt die zu reisen.
1983 war eine Übergangszeit als er von einer Professur in den USA zurückkehrte, creative writing war ihm wenig produktiv, seine Romane „Ein fliehendes Pferd“ sind am aristotelischen Drama orientiert in der Zusammenfassung auf wenige Personen an einem Ort in einer Woche, danach endet der Roman.
Es ist verständlich, daß er die Einladung an Jürgen Habermas „Stichworte zur geistigen Situation der Zeit“ von 1982 erwähnt, die ihm als Belletristiker zukam, hier sollte es um eine Aktualisierung von Karl Jaspers gehen, Walser lieferte lieber einen Erfolgsroman und war damit erfolgreicher als Philosophen und Soziologen.

Seine Lesung aus „Das dreizehnte Kapitel“ war dem gesprochenen Wort gewidmet, er schreibt in Überlingen und er nennt ein Dinner im Schloß Bellevue in Berlin beim Bundespräsidenten den Ausgangspunkt, zunächst waren jedoch die Toten der Flugzeugkatastrophe von Überlingen bei Ministerpräsident Erwin Teufel auf der Balustrade des KZ Gebäudes aufgebahrt worden, ein Zufall in der Disposition eines Skyguides in Zürich hatte zwei Flugzeuge exakt über dem Ort kollidieren lassen an dem Zwangarbeiter die Badoglios genannt Mitglieder der Armee des faschistischen Italiens einen Tunnel für die Zahnradfabrik des Königs von Württemberg und dem Grafen Zeppelin anlegten, dies zu aktuellen Bemerkungen zum Verhältnis Italien Deutschland, das sich opportunistisch gegen Verbündete richtete, jedenfalls wurde nach der Kollision von Überlingen, die sich quasi über seinem Dachausbau zur Schreibwerkstatt ereignete, von seinem genannten Präsidenten, der Ernst Köhler hieß ein Gesetz zur Luftsicherheit und Überwachung durch Privatisierung von Fluglotsendiensten nicht unterzeichnet, ein Vater zweier Töchter wie Ehemann einer Gemalin hat den Fluglotsen in Kloten erstochen und seine Gefängnisstrafe verbüsst, er ist Vizebauminister in Baschkortistan geworden.

Nun gibt Walser an, beim Dinner im Bellevue hätten sich ein Neurologe mit einer Theologin unterhalten und ein Schriftsteller sei danach in einen Briefwechsel eingetreten, es mag Fiktion sein, beim Gate in Tegel sei eine Emailadresse genannt worden, Basil Schlupp wechselt DIN A 5 Formate mit Maja Schnailin wiewohl beide komfortabel verheiratet sind ist die Utopie des Briefromans aus Goethes Zeiten in die Gegenwart übertragen, die Realität kannte den Briefroman von General David Petraeus mit seiner Biografin, mit seinem Widersacher General Jones und einer Socialite, hier spielte es jedoch in Googles Gmail mit geteilten Passwörtern in der Google Entwurfsbox, der moderne Gesellschaftsroman hat neue Formen gefunden jedoch ist das semantische Web und die Texterkennung im Body einer Mail abgesehen von der Überschrift eine neue Form von Literatur, Selbstverständigung und Beziehungsroman die der Deutung harrt, vorliegen kann der Roman Walsers in der Druckausgabe von Rowohlt, der reale Fall der Theologie ist jedoch bereits im Leopold Lucas Preis von 2012 für Seyla Benhabib ausgedrückt worden, Volker Dresen sprach für die Fakultät für Theologie und den Nachwuchspreis für die beste Dissertation über die Korinther im Jahr 300, die evangelische Theologie wurde durch Volker Dresen repräsentiert.

Seitenfiguren wie Margot Kässmann gaben am Tag das Interview zur Eucharistie in Ulm.

Der Präsident heißt nicht mehr Horst Köhler sondern nach Christian Wulf eben Joachim Gauck und weiter Martin Walsers Nachbarin in Überlingen Anette Schavan, bei Buchingers Fastenklinik wird kaum um ein belegtes Weckle zu bitten sein, Walsers Hinwendung zum Katholizismus nachdem er die evangelische Theologie gestreift hat wird nach dem Flugzeugunglück und dem Konzentrationslager und dem Präsidenten mit seinen Gesetzen zur realen Kohabitation mit Anette Schavan werden, Walser wechselt dann nicht klandestine Briefe sondern publiziert eben bei Rowohlt über die Möglichkeit der platonischen Liebe in Hausgemeinschaft mit einer arbeitenden Frau und eben vier Töchtern, die ihn an Erfolg in der Gattung des Theaterstücks überholen können, Franziska Walser ist seine Tochter und pflegt das Genre, das er abgelegt hat als er Romanlinien finden konnte, Walser ist ein katholischer Kasuistiker und ein Schelm von hoher Begabung und er hat großartig gelesen, der Text stammt etwa vom Jahr 2002.

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